Laden mit PV-Strom

  • Generell sollte so ein Akku natürlich alle Szenarien aushalten, die ihm angeboten werden können. Bekannt ist aber auch, dass diese Kleckerei, dazu das An/Aus nicht das ideale Umfeld für diese Technik sind.


    Wenn irgendwas passiert, wird sich wohl auch kaum feststellen, ob es am ständigen An/Aus lag oder eine Schwäche in der Technik vorlag.


    Es wird auch nicht allzu viele Leute hier geben, die das machen, weil das Unternehmen unvorteilhaft angelegt ist.


    Von daher kannst Du das einfach machen. Wenn der Akku oder der Lader läßt Du ihn austauschen. Deine Anforderung war ja mit PV zu laden und nicht wirtschaftlich zu sein.


    Dirk

    ZOE Ph.2 Zen R110 ZE50 12/2019 Easy Link 7; SMA EV Charger 11kW

  • Hallo Allerseits,


    mein Erfahrungsbericht:

    Ich lade seit Ende September meine Zoe mit reinem PV-Strom. Dieser wird mit einer 5 kWh Batterie gespeichert und gibt den Strom über den Wechselrichter an eine Steckdose. Per Ladeziegel lade ich dann das Auto bis die Batterie nur noch 20% Ladung hat. Täglich wird immer mehr oder weniger viel Strom an das Auto abgegeben bis es voll geladen ist. Es ist ein tägliches Aus- und Einschalten des Ladevorgangs.

    Das hat so weit auch gut funktioniert. Für meine wenigen Fahrten hat es bis zum ersten Frost gereicht.


    Die Solar-Batterie ist nicht für Frost geeignet. Das habe ich nicht beachtet. Die Batterie gab ihren Geist auf. Leider gab es keinen Hinweis dazu von der Firma, die mir die Geräte verkauft hat.


    Problematisch ist aber auch das Verhalten der Zoe. Seitdem ich sie so lade verliert die Batterie zunehmend an Kapazität. Bei 100% Ladung hat sie jetzt nur noch 200 km Fahrleistung. Im letzten Winter waren es immer mindestens 250 km.

    War das zu erwarten?


    Gruß Sebowsky

  • Was für ein Typ ist der Akku und von welchem Hersteller? 6 Monate Garantie sollten ja mindestens drauf sein.


    Von Winter zu Winter zu vergleichen ist wenig sinnvoll, Entscheidend sind die Temperaturen. Der letzte Winter war bei uns sehr mild. Bei dem letzten Dauerfrost hatte ich auch keine 200 km bei 100% Ladung. Ist jetzt schon wieder über 230 km. Tendenziell wird je kälter auch mehr verbraucht, also zusätzlich zur schlechten Leistung des Akkus.


    Dirk

    ZOE Ph.2 Zen R110 ZE50 12/2019 Easy Link 7; SMA EV Charger 11kW

  • Der Solarspeicher ist von der Firma Growatt AXE 5.0L. Ich nehme an, er wird nicht kaputt sein, weil ich ihn am Netz wieder auf 100% geladen habe. Aber er darf halt nicht bei Frost betrieben werden und fährt dann in einen Schutzmodus oder so ähnlich.


    Du machst mir Mut. Ich muss wohl viel Geduld mitbringen. Ich werde es beobachten.

    Sebowsky

  • Der Solarspeicher ist von der Firma Growatt AXE 5.0L. Ich nehme an, er wird nicht kaputt sein, weil ich ihn am Netz wieder auf 100% geladen habe. Aber er darf halt nicht bei Frost betrieben werden und fährt dann in einen Schutzmodus oder so ähnlich.


    Du machst mir Mut. Ich muss wohl viel Geduld mitbringen. Ich werde es beobachten.

    Sebowsky

    Der Betriebstemperaturbereich ist im Datenblatt mit 0-50°C angegeben. Dürfte so auch auf dem Gerät stehen. Also ganz klar muß das Gerät frostfrei aufgestellt werden. Niedrige Temperaturen sind eben Gift für diese Akkus, sowohl die in der Zoe, wie auch in den Solarspeichern. Growatt hat es halt so gelöst, dass das Gerät abschaltet, weil bei Frost nicht viel rein- und rausgehen würde. In EVs wird u.U. der Akku aufgewärmt.


    Dirk

    ZOE Ph.2 Zen R110 ZE50 12/2019 Easy Link 7; SMA EV Charger 11kW

  • Ehrlich gesagt verstehe ich diese Konstellation auch nicht. Wo ist der Sinn mit einem so kleinen Akku, zusätzlich noch mit Verlusten über einen Wechselrichter, einen Akku zu laden der 10x mehr Kapazität hat. Der Wirkungsgrad dürfte ziemlich unterirdisch sein. Das dauert doch auch ewig und man bekommt wohl im besten Fall + 7-8% in seine Zoe. Und im Winter wird es ja sogar schwierig selbst den 5 kWh Akku überhaupt voll zu bekommen.

    Wir laden mit PV Überschuss. Gemittelt über das ganze Jahr kommen wir auf 65% reine Überschussladung. Im Winter natürlich fast nur Netzstrom.

  • Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch (technisch) sinnvoll.

    Um nur zwei Punkte zu nennen:

    1. Bei derart geringen Ladeleistungen sind die Verluste im Lader der Zoe unverhältnismäßig hoch.

    2. Der 5-kWh-Akku wird sehr hoch beansprucht, was selbst bei optimistischer Betrachtung eine deutlich beschleunigte Alterung zur Folge hat.

    Viele Grüße aus Nordhessen... ☆ ZOE Intens R135 Z.E.50 (07/20)

    Bernhard

  • Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch (technisch) sinnvoll.

    Um nur zwei Punkte zu nennen:

    1. Bei derart geringen Ladeleistungen sind die Verluste im Lader der Zoe unverhältnismäßig hoch.

    2. Der 5-kWh-Akku wird sehr hoch beansprucht, was selbst bei optimistischer Betrachtung eine deutlich beschleunigte Alterung zur Folge hat.

    Dem schließe ich mich an. Selbst bei einer "relativ" großen Anlage (44 Module je 455 Watt) kann ich den Zoe nur unter optimalen Bedingungen Überschussladen. Ansonsten kaufe ich lieber Strom dazu und lade mit einer vernünftigen Leistung. Ich lese hier und da, dass sich Leute über den Onboardloader ärgern: Ich muss dazu sagen, dass ich persönlich am Zoe schätze, dass er einer der wenigen ist, bei dem 22KW AC laden möglich ist: Dadurch kann man sowohl zu Hause günstig und schnell laden (bei mir 25cent pro Kw/h) als auch mal unterwegs beim einkaufen, denn hier bei uns geben die AC Stationen am Aldi 22 KW aus und es kostet 29 cent, während DC laden unter 59 cent quasi nicht zu bekommen ist. Und in einer Stunde mal 100 KM nachladen ist halt viel besser als wenn das bei vielen anderen Autos im AC Modus eben nur 50 KM sind.